Dein Wecker klingelt um 6:30 Uhr.
Du greifst zu deinem Handy und siehe da:
💲Katsching!💲
Jemand hat, während du geschlafen hast, deinen Onlinekurs gekauft.
Verschlafen schlurfst du ins Bad, nimmst deine Zahnbürste und hörst von Weitem:
💲Katsching!💲
Jemand hat gerade dein E-Book gekauft.
Als du dir gerade Haferflocken in deine High Protein Bowl rührst, piepst dein Handy schon wieder.
💲Katsching!💲
💲Katsching!💲
💲Doppel-Katsching!💲
Gerade ist dein Instagram Beitrag live gegangen und direkt haben 3 Zuschauer dein Mini-Produkt gekauft.
Noch bevor du überhaupt deinen Rechner gestartet hast, sind 420 € auf deinem Konto gelandet.
Klingt wie etwas, das du dir für dein Business vorstellst?
Dann mach dich bereit, hier und jetzt ins Evergreen Funnel Rabbithole einzutauchen.
Hier findest du alles, was du über Evergreen Funnel wissen musst, um dein Business in eine Gelddruckmaschine zu verwandeln (Yes, ich weiß, Gelddruckmaschine ist ein bisschen dick aufgetragen 😊)
Und weil ich dich nicht anlügen will:
Du bekommst hier beides. Das Katsching und die Arbeit, die vorher reingeht.
Ready for epic shit?
Here we go:
Inhaltsverzeichnis
ToggleEvergreen Funnel: Das Wichtigste in Kürze
Ein Evergreen Funnel ist ein Verkaufsprozess, den Interessenten jederzeit betreten können. Er führt sie vom ersten Kontakt über vorbereitete Seiten und E-Mails bis zum Kauf – zu großen Teilen automatisiert und unabhängig von einem festen Launch-Termin.
Ganz passiv ist das trotzdem nicht. Damit der Funnel zuverlässig arbeiten kann, brauchst du ein erprobtes Angebot, regelmäßig neue Besucher und einen Ablauf, den du testest und immer wieder verbesserst.
Für den Einstieg reichen ein passendes Freebie, eine Landingpage, ein E-Mail-Marketing-System und eine gute Willkommenssequenz. Checkout, Mini-Produkt, Deadline und Werbeanzeigen kannst du ergänzen, sobald dieser einfache Weg funktioniert.
Evergreen Funnel: Alle sprechen darüber, doch was ist das eigentlich?
Was nach der entspanntesten Verkaufsart aller Zeiten und „Geld verdienen im Schlaf“ klingt, ist in Wirklichkeit ein komplexes und bis ins kleinste Detail ausgetüfteltes System.
Alle, die dir versprechen, dass du so ein System an einem Wochenende aufbaust – oder, noch schlimmer, innerhalb einer Stunde mit KI – , lügen.
Yes, ich muss das wirklich so drastisch sagen.
Never, ever kann jemand, der noch nie einen Funnel aufgebaut hat, an einem Wochenende ein System erschaffen, das rund um die Uhr automatisiert verkauft und für unendlichen Reichtum sorgt.
Sorry, Rolexralph, dass ich damit gegen dein Geschäftsmodell wettern muss.
Doch bevor wir hier tiefer in die Evergreen-Funnel-Materie eintauchen, lass uns die Begrifflichkeiten klären.
Dazu sollten wir uns zuerst den Begriff „Funnel“ näher ansehen.
Funnel: ein Begriff aus der Marketing-Welt
Ein Funnel (übersetzt „Trichter“) bezeichnet den Weg, den deine Interessenten durch dein Unternehmen gehen, bevor sie bereit sind, ein Produkt bei dir zu kaufen.
Der Begriff Trichter beschreibt das Ganze ziemlich gut, weil nicht aus jedem Interessenten auch ein Kunde wird.
Schau mal, so kannst du dir das in etwa vorstellen:

Oben in deinem Trichter kommen viele Interessenten rein, durchlaufen verschiedene Phasen und am Ende ist dann ein Teil der Interessenten bereit, deine Produkte zu kaufen.
Lass mich noch kurz auf die unterschiedlichen Phasen eingehen, weil du sie später für den Evergreen Funnel noch brauchst.
Die Phase ganz oben im Trichter nennt sich „Awareness-Phase„. In dieser Phase verstehen Menschen, dass sie ein bestimmtes Problem haben und dafür eine Lösung brauchen.
Vielleicht hast du mit deinem Content dafür gesorgt, dass sie tiefer in ihr „Problem-Thema“ eintauchen wollen.
Je nachdem, in welchem „State of Awareness“ sich die Interessenten befinden, die auf deinen Content aufmerksam werden, laufen sie schneller oder langsamer durch deinen Funnel.
Haben sie ihr Problem noch gar nicht richtig verstanden, verbleiben sie länger in der Awareness-Phase. Wissen sie schon ziemlich genau, was ihr Problem ist, fangen sie an, nach einer Lösung zu suchen.
Und damit treten sie dann in die „Consideration-Phase“ ein. Sie vergleichen verschiedene Optionen, z. B. unterschiedliche Anbieter am Markt, und begeben sich aktiv auf die Suche nach der besten Lösung.
Vielleicht finden sie auf deiner Website, auf deinem Instagram-Profil oder in deinem Newsletter dein Angebot. Sie gehen auf deine Salespage und vergleichen dein Angebot mit dem von anderen Anbietern.
Wenn sie die perfekte Lösung gefunden haben, kommt der Kauf und damit eine neue Phase, die „Conversion„.
Konntest du mit deinem Angebot überzeugen, hast du in dieser Phase einen neuen Kunden gewonnen. Wohoo!
Der Trichter in der Grafik endet an diesem Punkt. Deine Kundenreise sollte es nicht.
Danach folgen weiterer Beziehungsaufbau, das Verhindern von Kaufreue und dein komplettes Kunden-Verwöhnprogramm.
Denn wie wir alle wissen, ist es einfacher, einen Kunden zu einem weiteren Kauf zu bewegen, als einen neuen Kunden zu gewinnen.
Und diesen ganzen Prozess beschreibt dann die letzte Phase, die Loyalty-Phase, die im besten Fall für immer anhält und dafür sorgt, dass (ehemalige) Kunden dich liebend gern und bei jeder Gelegenheit weiterempfehlen.
Soweit so gut, das ist also erstmal ein Funnel.
Dann wollen wir den Begriff mal weiter zusammensetzen.
Evergreen Funnel: die automatisierte Kundenreise
Evergreen heißt übersetzt „immergrün“.
Im Zusammenhang mit einem Funnel beschreibt es eine dauerhafte, automatisierte Kundenreise.
Also all die Phasen, die wir eben besprochen haben, laufen automatisiert ab.
Ein Interessent wird auf deinen Content aufmerksam, folgt dir vielleicht auf Instagram, abonniert deinen Newsletter, lädt sich dein Freebie runter, liest deine Newsletter, recherchiert nach deinen Angeboten, guckt sich vielleicht ein Webinar von dir an und entscheidet sich am Ende, dein Produkt zu kaufen.
Und jetzt hast du vermutlich schon eine erste Ahnung, warum du so ein System nicht an einem Wochenende aufbaust.
Natürlich kannst du an einem Wochenende ein Mini-Produkt, z. B. einen kleinen Onlinekurs erstellen, auf einer Kursplattform hochladen und so anbieten, dass es jederzeit gekauft werden kann, ohne dass du aktiv etwas tun musst.
Login-Daten werden automatisiert verschickt, der Kunde meldet sich an und legt sofort los.
Doch wie wird aus einem Interessenten, der noch in der Awareness-Phase steckt, ein Interessent, der bereit ist, deinen Kurs zu kaufen und nicht den eines anderen Anbieters?
Das ist ja die ganze Kunst hinter einem Evergreen Funnel.
Passives Einkommen durch einen Evergreen Funnel: Mythos oder Fakt?
Ohne diesen Abschnitt zu lesen, hast du vermutlich jetzt schon ein Gefühl dafür bekommen, wie aufwändig es ist, einen funktionierenden Evergreen Funnel aufzubauen.
Denn zum einen musst du deine Kunden wirklich in- und auswendig kennen.
Du musst genau wissen, welche Gedanken sie in welcher Phase haben. Du musst ihre offenen Fragen beantworten, ohne dass du persönlich mit ihnen sprichst. Du musst ihnen ihre Ängste nehmen und es schaffen, dass sie dir vertrauen, ohne dich wirklich zu kennen.
Zum anderen musst du sowohl die technische Seite als auch die verkaufspsychologische Struktur verstehen, die dafür sorgt, dass dein Funnel am Ende 24/7 verkauft. Während du schläfst, im Urlaub bist oder in der Sauna sitzt.
Yes, das ist alles möglich.
Wenn dein System einmal läuft, kannst du an vielen Stellen durchatmen.
Mit passivem Einkommen hat das aber herzlich wenig zu tun.
Die Vorarbeit muss natürlich gemacht werden und niemand kann dir garantieren, dass sich dein Funnel nicht nach einem Jahr oder im schlimmsten Fall schon nach ein paar Monaten abnutzt.
Und schwupps, steckst du wieder Zeit in die Optimierung.
Würde ich einen Evergreen Funnel trotzdem empfehlen?
Unbedingt!
Denn natürlich gibt es super viele verschiedene Möglichkeiten, einen Funnel aufzubauen.
Von einem einfachen Freebie-Funnel bis zu einem vollautomatisierten Verkaufssystem für deinen Signature-Kurs.
Wenn du noch nie einen Funnel aufgesetzt hast, starte am besten mit etwas Einfachem, das weniger anfällig für technische Herausforderungen ist und sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen lässt, z. B. einem Freebie-Funnel.
Den kannst du dann, wenn es läuft, beliebig erweitern.
Da steigen wir aber im Verlauf dieses Artikels noch tiefer ein.
Evergreen Funnel oder Launch: was ist denn jetzt besser?
Wenn du bis hierhin gelesen hast, ist dein erster Impuls jetzt vielleicht:
Boah, nee, das klingt kompliziert und nach einer Menge Arbeit. Dann mache ich lieber weiter wie bisher.
Vielleicht launchst du dein Angebot aktuell von Zeit zu Zeit. Oder du hast ein festes Angebot auf deiner Website, das jederzeit gekauft werden kann – nur vermutlich nicht so häufig, wie du es dir wünschst. Sonst würdest du das hier ja gar nicht lesen. Right?
Ich kann deine Gedanken total gut verstehen und möchte dich trotzdem motivieren, noch ein bisschen tiefer in die Funnel-Thematik einzutauchen.
Denn je mehr du weißt, desto eher rückt „morgens aufwachen und Katsching“ in den Rahmen des Möglichen.
Ein regelmäßiger Launch deines Hauptproduktes fühlt sich jetzt vielleicht leichter umzusetzen an. Du überlegst dir ein Launch-Datum, gibst drei Wochen Vollgas, machst deinen Umsatz und danach ist erstmal Ruhe.
Stimmt soweit.
Allerdings hast du dann nicht nur Ruhe in deinem Kalender, sondern auch Ruhe auf deinem Konto.
Hat sie nicht gesagt!
Doch, denn dieser Wahrheit müssen wir ja ins Gesicht sehen.
Denn das ist das Ding mit Launches: Sie produzieren Spitzen und Täler.
Lass uns doch die beiden Verkaufsstrategien einfach mal gegeneinanderhalten:
| Kriterium | Launch | Evergreen Funnel |
|---|---|---|
| Verkaufszeitraum | Das Angebot ist für einen festen Zeitraum geöffnet. | Interessenten können den Funnel jederzeit betreten. |
| Arbeitsrhythmus | Die Arbeit bündelt sich vor und während des Launches. | Der Aufbau ist aufwendig; danach folgen laufende Pflege und Optimierung. |
| Umsatzverlauf | Häufig entstehen deutliche Spitzen und ruhigere Phasen dazwischen. | Verkäufe können sich gleichmäßiger verteilen – wenn regelmäßig passende Menschen in den Funnel kommen. |
| Feedback | Viele Fragen, Einwände und Verkäufe kommen in kurzer Zeit zusammen. | Feedback und Daten entstehen langsamer, dafür fortlaufend. |
| Reichweite | Aufmerksamkeit wird gezielt auf einen kurzen Zeitraum konzentriert. | Der Funnel braucht kontinuierlich neue Besucher – organisch oder über Anzeigen. |
| Besonders sinnvoll | Wenn du ein Angebot testen, verbessern oder mit viel gemeinsamer Energie verkaufen möchtest. | Wenn sich dein Angebot bereits verkauft hat und du den Verkaufsprozess automatisieren möchtest. |
Kein Entweder-oder: Ein Launch kann dir genau die Fragen, Einwände und Kundensprache liefern, aus denen später dein Evergreen Funnel entsteht.
Wenn die Frustration jetzt komplett ist, weil Launches auch irgendwie anstrengend klingen und du dich fragst, wie du aus diesem Hamsterrad rauskommen sollst: lies hier noch ein bisschen weiter.
Denn an dem Punkt, wo du gerade stehst, ist es kein Entweder-oder.
Es ist ein Nacheinander.
Denn ein Evergreen Funnel automatisiert deinen schon vorhandenen Verkaufsprozess. Er erfindet ihn nicht neu.
Und das ist die große Falle, in die viele tappen und die von zig Anbietern ignoriert wird, wenn sie dir versprechen, dass dein Funnel in 48 Stunden läuft.
Ja, du kannst deinen Funnel innerhalb von 48 Stunden erfolgreich starten. Aber nur, wenn du die Prozesse im Vorfeld schon etliche Male ausprobiert hast.
Was ich damit meine:
Wenn du dein Produkt schon mehrfach über einen Launch oder in persönlichen Beratungsgesprächen verkauft hast, weißt du ziemlich genau, an welchem Punkt sich ein Interessent für den Kauf entscheidet.
Erstellst du aber ein komplett neues Produkt mit einer komplett neuen Verkaufsstrategie, dann ist das einfach tricky.
Mach dir dein Leben leichter und versuch das:
- Du verkaufst dein Angebot ein paar Mal live. Im Launch, im Webinar, im Gespräch, über deinen Newsletter. Egal wie.
- Du schreibst mit. Jede Frage, jeden Einwand, jeden Moment, in dem es Klick gemacht hat.
- Du gießt den manuell funktionierenden Prozess in einen Evergreen Funnel.
Der Launch ist also nicht der Endgegner vom Evergreen Funnel.
Er ist seine Vorbereitung.
Vermutlich ist dir dadurch jetzt auch schon klar geworden, dass ein Funnel nicht unbedingt ein System ist, das du einfach von jemandem nachbauen kannst.
Es gibt nicht die EINE Evergreen-Funnel-Strategie, die sofort bei jedem funktioniert.
Genau das sorgt auch so oft für Frustration.
Wie oft ich im Funnel-Kontext schon gehört habe, dass jemand sich für zu doof hält, um ein einfaches System nachzubauen. Oder zu technisch unbegabt. Oder die Angst hochkommt, dass die eigenen Produkte nicht gut genug sind.
Nope.
Das ist es nicht.
Du darfst nur kein System nachbauen, das nicht zu deinen Produkten und deinem Business passt.
Trotz aller Individualität gibt es ein paar Grundformen, die immer wieder auftauchen. Und die schauen wir uns jetzt an.
Wie sieht denn so ein Evergreen Funnel überhaupt aus?
„Der Evergreen Funnel“ ist ein Sammelbegriff.
Dahinter können ganz unterschiedliche Kundenreisen stecken. Manche bestehen aus einer Landingpage und fünf E-Mails. Andere brauchen ein Webinar, mehrere Verkaufsseiten und so viele Automationen, dass du beim ersten Blick ins E-Mail-Tool kurz die Luft anhältst.
Damit du ein Gefühl dafür bekommst, was zu deinem Angebot passen könnte, schauen wir uns fünf gängige Varianten an.
Der Freebie-Funnel: der Klassiker für den Einstieg

Dein Interessent trägt sich für ein Freebie ein, bestätigt seine E-Mail-Adresse und bekommt den versprochenen Inhalt automatisch zugeschickt. Danach startet eine Willkommenssequenz.
Auf der Danke-Seite kannst du zusätzlich ein kleines Einstiegsangebot platzieren. Häufig wird dafür der Begriff Tripwire verwendet.
Der Vorteil: Du kannst klein anfangen und lernst dabei fast alles, was du später für größere Funnel brauchst.
Der Haken: Mit einem 27-Euro-Produkt allein wirst du nicht plötzlich reich. Der Funnel wird interessant, wenn das Mini-Produkt einen Teil deiner Werbekosten auffängt und neue Käufer später auch passende größere Angebote von dir bekommen.
Der Mini-Produkt-Funnel: direkt mit einem Kauf starten

Hier steht am Anfang kein kostenloses Freebie, sondern direkt ein günstiges Produkt.
Dadurch kaufen weniger Menschen, als sich für ein kostenloses Angebot eintragen würden. Aber wer kauft, hat bereits eine erste Hürde genommen und kennt deinen Checkout nicht nur vom Hörensagen.
Diese Variante passt gut, wenn dein kleines Produkt ein konkretes Problem löst, schnell verständlich ist und der nächste Schritt danach schon feststeht.
Der E-Mail-Funnel: wenn deine Sequenz verkauft

Freebie, Willkommenssequenz, Angebot, Verkaufsseite.
Technisch ist das überschaubar. Die eigentliche Arbeit steckt in den E-Mails. Sie müssen Vertrauen aufbauen, Einwände beantworten und dein Angebot genau im richtigen Moment ins Spiel bringen.
Wenn deine Leser nach E-Mail drei nicht mehr wissen, warum sie sich überhaupt eingetragen haben, rettet dich auch die schönste Automation nicht.
Der Webinar-Funnel: wenn dein Angebot Erklärung braucht

Dein Interessent meldet sich für ein Webinar an, schaut es live oder automatisiert und bekommt anschließend dein Angebot.
Ein Webinar kann sinnvoll sein, wenn dein Angebot erklärungsbedürftig ist oder deine Kunden dich erst einmal erleben müssen, bevor sie kaufen. Dafür ist der Aufbau aufwendiger: Inhalt, Technik, Verkaufsseite, Erinnerungs-E-Mails und Nachfasssequenz müssen zusammenspielen.
Als allererstes Funnel-Projekt würde ich mir das freiwillig nicht antun.
Der Gesprächs-Funnel: für hochpreisige Angebote

Am Ende steht hier kein direkter Kauf, sondern ein Kennenlerngespräch.
Der Funnel übernimmt die Vorarbeit: Er zieht passende Menschen an, erklärt dein Angebot und filtert diejenigen heraus, für die es nicht passt. Verkauft wird danach im Gespräch.
Vollautomatisch ist das nicht. Aber du musst auch nicht jeden Dienstag dein Angebot in die Kamera halten, nur damit überhaupt Anfragen reinkommen.
Welcher Funnel passt zu deinem Angebot?
Die verschiedenen Funnel-Arten kennst du jetzt. Aber welche davon brauchst du für dein Angebot?
Dafür schaust du nicht zuerst auf das Funnel-Schaubild, sondern auf die Kaufentscheidung deines Kunden: Wie viel muss er verstehen, bevor er Ja sagen kann? Wie viel Vertrauen braucht er? Und kann er die Entscheidung allein treffen oder möchte er vorher mit dir sprechen?
Ein einfaches, günstiges Produkt lässt sich oft direkt über eine Danke-Seite oder eine kurze E-Mail-Sequenz verkaufen. Dein Kunde versteht schnell, was er bekommt, und das finanzielle Risiko ist überschaubar.
Bei einem erklärungsbedürftigen Onlinekurs oder Gruppenprogramm reicht eine kurze Verkaufsseite möglicherweise nicht aus. Dann braucht dein Funnel mehr Raum, um Fragen zu beantworten, Ergebnisse zu zeigen und typische Einwände aufzugreifen. Das kann über mehrere E-Mails, ein Webinar oder eine ausführlichere Verkaufsseite passieren.
Und wenn dein Angebot sehr individuell oder hochpreisig ist, muss der Funnel den Verkauf nicht unbedingt allein abschließen. Er kann Interessenten vorqualifizieren, Vertrauen aufbauen und sie anschließend in ein persönliches Gespräch führen.
Der Preis spielt dabei durchaus eine Rolle – aber eben nicht allein. Ein günstiges Angebot kann kompliziert und erklärungsbedürftig sein. Ein teureres Angebot kann sich trotzdem direkt verkaufen, wenn deine Zielgruppe dich bereits kennt und genau weiß, was sie bekommt.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Welcher Funnel ist gerade angesagt? Sondern: Was braucht mein Kunde, damit er eine gute Kaufentscheidung treffen kann?
Wenn du noch nie einen Funnel gebaut hast, ist ein Freebie-Funnel meistens ein sinnvoller Einstieg. Nicht, weil er automatisch für jedes Business der beste Funnel ist, sondern weil du damit zunächst Reichweite aufbaust, neue Kontakte gewinnst und herausfindest, welche Fragen deine Interessenten vor dem Kauf wirklich haben. Und die Chance ist ziemlich hoch, dass du ihn auch tatsächlich fertig bekommst.
Wann sich ein Evergreen Funnel für dich noch nicht lohnt
Jetzt weißt du, welche Funnel-Art grundsätzlich zu welchem Angebot passen kann. Bevor du dich an Landingpages, E-Mails und Automationen setzt, lohnt sich aber noch eine andere Frage: Ist dein Business überhaupt schon an dem Punkt, an dem ein Evergreen Funnel sinnvoll ist?
Manchmal ist die beste Entscheidung nämlich nicht, den perfekten Funnel zu bauen. Sondern noch ein bisschen zu warten.
Wenn sich dein Angebot noch nie verkauft hat
Ein Funnel automatisiert einen Verkaufsprozess. Dafür muss es diesen Verkaufsprozess aber erst einmal geben.
Wenn noch niemand dein Angebot gekauft hat, weißt du wahrscheinlich auch noch nicht, welche Fragen vor dem Kauf auftauchen, an welcher Stelle Interessenten zögern und welches Argument am Ende den Unterschied macht. Genau diese Informationen brauchst du später für deine Landingpage, deine Verkaufsseite und deine E-Mails.
Verkauf dein Angebot deshalb zuerst ein paar Mal persönlich – zum Beispiel im Gespräch, über deinen Newsletter, in einem Webinar oder während eines kleinen Launches. Das ist keine Zeitverschwendung vor dem Funnel-Bau. Das ist die Recherche dafür.
Wenn dein günstiges Produkt in eine Sackgasse führt
Ein 9-Euro-Produkt kann ein sinnvoller Einstieg sein. Wenn danach aber nichts mehr kommt, brauchst du sehr viele Verkäufe, damit sich Aufbau, Technik und Betreuung rechnen.
Das Problem ist dann nicht unbedingt der niedrige Preis. Das Problem ist die Sackgasse dahinter. Ein Einstiegsprodukt ergibt vor allem dann Sinn, wenn es den ersten Schritt in eine sinnvolle Produktreise bildet und später ein passendes nächstes Angebot folgen kann.
Wenn deine Zielgruppe sehr klein ist
Je kleiner deine Zielgruppe, desto genauer solltest du prüfen, ob sich der technische Aufwand lohnt. Vielleicht lässt sich dein Angebot über Empfehlungen oder persönliche Gespräche einfacher und profitabler verkaufen.
Automatisierung ist schließlich kein Selbstzweck. Wenn zehn handverlesene Kontakte wertvoller für dich sind als tausend anonyme Besucher, brauchst du möglicherweise keinen großen Funnel, sondern einen verlässlichen Weg ins Gespräch.
Wenn du keine Reichweite aufbauen möchtest
Ein Funnel bringt dir nicht automatisch Menschen. Er verarbeitet die Aufmerksamkeit, die du bereits erzeugst oder gezielt einkaufst.
Diese Aufmerksamkeit kann über Blogartikel, Pinterest, einen Podcast, Kooperationen oder bezahlte Anzeigen entstehen. Woher sie kommt, ist erst einmal zweitrangig. Entscheidend ist, dass regelmäßig passende Menschen am Eingang deines Funnels ankommen.
Ohne Besucher bleibt auch der beste Funnel leer. Dann hast du keine automatisierte Verkaufsmaschine, sondern eine sehr hübsch eingerichtete Geisterstadt.
Die 9 wichtigsten Funnel-Bausteine
So unterschiedlich die einzelnen Funnel-Arten aussehen: Unter der Haube tauchen immer wieder dieselben Teile auf.
Die folgenden neun Bausteine sind ein Baukasten, keine Einkaufsliste. Für deinen ersten Funnel brauchst du nicht automatisch alles davon. Ein einfacher Hauptweg, der funktioniert, ist wertvoller als ein kompliziertes System mit drei Upsells, fünf Tags und einer Automation, die nur du und der liebe Gott verstehen.

1. Ein 0-Euro-Angebot
Anders gesagt: ein Freebie.
Damit möchtest du nicht einfach möglichst viele Menschen anziehen, sondern die richtigen. Ein gutes Freebie löst ein konkretes Teilproblem deiner Zielgruppe und führt logisch zu deinem bezahlten Angebot weiter.
Stell es dir wie einen „Möchten Sie mal probieren?“-Stand im Supermarkt vor: Wenn die Kostprobe nicht schmeckt, wird das Produkt dahinter wahrscheinlich auch nicht gekauft. Und wenn du draußen Käse verteilst, drinnen aber Buchhaltungsberatung verkaufst, ist zwar beides möglicherweise gut – der Übergang bleibt trotzdem merkwürdig.
2. Eine Landingpage
Die Landingpage ist die Eingangstür deines Funnels. Sie hat genau eine Aufgabe: deinen Besucher zur Eintragung oder zum nächsten vorgesehenen Schritt zu führen.
Dafür braucht sie ein klares Versprechen, verständliche Vorteile, ein passendes Bild und möglichst wenig Ablenkung. Kein Menü mit sieben Ausgängen. Keine Rundreise durch deine Website. Wer auf dieser Seite landet, sollte innerhalb weniger Sekunden verstehen, worum es geht und was jetzt zu tun ist.
3. Ein E-Mail-Marketing-System
Hier werden deine neuen Kontakte gespeichert, das Freebie wird ausgeliefert und deine E-Mail-Sequenz wird verschickt. Gleichzeitig laufen darin die weniger glamourösen Dinge: Bestätigungs-E-Mails, Einwilligungen, Tags, Automationen und ein Abmeldelink, der tatsächlich funktioniert.
Das Tool ist dabei nicht der Funnel. Es ist die Technik, die deinen zuvor geplanten Weg umsetzt. Ein teures E-Mail-System macht aus einer unklaren Kundenreise keine gute.
4. Die passenden E-Mail-Sequenzen
Hier lohnt sich eine saubere Trennung. Nach der Anmeldung startet zunächst die Willkommenssequenz. Sie liefert das Freebie aus, stellt dich vor und zeigt neuen Lesern, wobei du ihnen helfen kannst.
Eine Verkaufssequenz verfolgt ein anderes Ziel: Sie führt zu einem konkreten Angebot, beantwortet Fragen und unterstützt die Kaufentscheidung. Erst nach dem Kauf beginnt das Kunden-Onboarding. Darin erfährt dein Kunde, wie er Zugang bekommt, wo er anfangen soll und was als Nächstes passiert.
Wenn du alles davon „Onboarding“ nennst, weiß spätestens beim Einrichten der Automation niemand mehr, welche E-Mail wohin gehört. Du vermutlich eingeschlossen.
5. Ein Mini-Produkt
Ein Mini-Produkt kann aus einem neuen Kontakt direkt einen Käufer machen und einen Teil deiner Werbekosten wieder einspielen. Es ist aber kein Pflichtbaustein – und es funktioniert nur, wenn es der nächste logische Schritt ist.
Dein Freebie darf also nicht schon so satt machen, dass niemand mehr etwas braucht. Gleichzeitig darf das Mini-Produkt nicht wie ein lauwarmer Cheeseburger wirken, nachdem du draußen San-Sebastian-Cheesecake verteilt hast.
Du weißt, was ich meine.
6. Order Bumps, Upsells und Downsells
Diese Begriffe werden gern in einen Topf geworfen, beschreiben aber unterschiedliche Stellen im Kaufprozess. Ein Order Bump ist ein kleines Ergänzungsprodukt, das direkt im Checkout angeboten wird. Ein Upsell erscheint nach dem Kauf und erweitert das gerade gekaufte Produkt. Ein Downsell ist eine kleinere oder günstigere Alternative für jemanden, der das ursprüngliche Angebot nicht gekauft hat.
Du brauchst davon am Anfang nichts. Bau zuerst einen Hauptweg, der zuverlässig funktioniert. Die Extras dürfen später einziehen.
7. Ein Newsletter
Deine Willkommenssequenz endet irgendwann. Dein Newsletter nicht.
Mit regelmäßigen E-Mails bleibst du sichtbar, baust weiter Vertrauen auf und kannst später neue passende Angebote machen. Das ist der Baustein, der am wenigsten nach Funnel aussieht und häufig am längsten für dich arbeitet.
Ein Funnel muss deshalb auch eine Antwort auf die Frage haben: Was passiert mit den Menschen, die heute nicht kaufen? Wenn die Antwort „gar nichts“ lautet, lässt du einen großen Teil seines Potenzials liegen.
8. Reichweite
Damit sich Menschen eintragen oder kaufen, müssen sie deinen Funnel zuerst finden.
Das kann organisch passieren – etwa über Blogartikel, Pinterest, deinen Podcast oder Kooperationen. Oder du bezahlst für Reichweite und schaltest Anzeigen.
Beides funktioniert. Beim einen investierst du vor allem Zeit, beim anderen zusätzlich Geld. Auch eine Kombination ist möglich: Du kannst deinen Funnel zunächst mit vorhandener Reichweite testen und später Anzeigen darauf schalten, wenn du weißt, dass der Weg grundsätzlich funktioniert.
9. Ein erprobtes Hauptangebot
Der Funnel ist der Weg. Das Angebot ist das Ziel.
Wenn das Angebot vorher niemand haben wollte, wird es durch eine Automation nicht plötzlich unwiderstehlich. Deshalb gehört ein bereits verkauftes und verstandenes Hauptangebot für mich zur Grundlage eines größeren Evergreen Funnels.
„Erprobt“ bedeutet dabei nicht, dass du bereits tausend Verkäufe brauchst. Es bedeutet, dass echte Menschen dafür bezahlt haben und du verstanden hast, warum sie gekauft haben. Damit hast du genug Material, um den Verkaufsprozess sinnvoll abzubilden.
So baust du deinen Evergreen Funnel in 8 Schritten
Die Bausteine kennst du jetzt. Nun müssen sie in eine sinnvolle Reihenfolge. Und diese Reihenfolge beginnt nicht mit der Frage, welche Buttonfarbe am besten konvertiert.
Schritt 1: Leg dein Angebot fest
Nimm ein Angebot, das du bereits verkauft hast. Hol dir anschließend alte Verkaufsgespräche, E-Mails, Kundenfragen und Notizen heraus.
Welche Fragen kamen immer wieder? An welcher Stelle haben Interessenten gezögert – und was hat am Ende doch für den Kauf entschieden? Achte besonders auf die Wörter, die deine Kunden selbst für ihr Problem benutzt haben.
Das fühlt sich noch nicht nach Funnel-Bauen an. Ist aber der Teil, der dir später die halbe Landingpage, deine Verkaufsseite und mehrere E-Mails liefert.
Schritt 2: Zeichne den Weg einmal auf
Bevor du Seiten baust, zeichnest du deinen Funnel auf ein Blatt Papier. Wo kommen die Menschen her? Was ist ihr erster Schritt? Welches Angebot sehen sie? Was passiert nach einem Kauf – und was passiert, wenn sie nicht kaufen?
Für einen einfachen Freebie-Funnel könnte der Weg so aussehen:
Blogartikel oder Anzeige → Landingpage → Bestätigung → Danke-Seite → Freebie → Willkommenssequenz → Newsletter
Optional zeigst du auf der Danke-Seite ein kleines Einstiegsangebot. Mehr braucht dein erster Entwurf nicht. Wenn du den Weg nicht auf einem Blatt erklären kannst, wird er in deinem E-Mail-Tool garantiert nicht übersichtlicher.
Schritt 3: Erstelle dein Freebie
Dein Freebie sollte das Problem lösen, das direkt vor dem Problem liegt, das dein Hauptangebot löst.
Der Test ist einfach: Wenn jemand dein Freebie durcharbeitet, sollte er den nächsten Schritt klarer sehen – und dein Angebot eher wollen als vorher. Das Freebie muss also einen echten kleinen Erfolg liefern, ohne dein gesamtes Hauptangebot vorwegzunehmen.
Wähle außerdem ein Format, das du in ein oder zwei Tagen fertigstellen kannst. Ein Freebie, das seit acht Monaten zu 70 Prozent auf deinem Rechner liegt, hat noch keinen einzigen Kontakt gebracht.
Schritt 4: Erstelle nur die notwendigen Seiten
Für einen einfachen Freebie-Funnel brauchst du eine Landingpage, eine Seite mit der Bitte, die E-Mail-Adresse zu bestätigen, und eine Danke-Seite. Wenn du direkt ein Produkt anbietest, kommt eine Verkaufs- oder Checkout-Seite dazu.
Gerade die Danke-Seite wird gerne lieblos behandelt. Dabei hat dein Interessent dort gerade zum ersten Mal Ja gesagt. Schreib deshalb nicht nur „Vielen Dank, bitte prüfe dein Postfach“ hin. Erklär, was als Nächstes passiert, stell dich kurz vor und zeig gegebenenfalls dein Einstiegsangebot.
Schritt 5: Schreib deine E-Mail-Sequenz
Jetzt holst du die Notizen aus Schritt 1 wieder hervor. Deine erste E-Mail liefert das Freebie aus. Danach stellst du dich vor, sorgst für einen schnellen Erfolg und beantwortest die Fragen oder Einwände, die vor dem nächsten Schritt wirklich wichtig sind.
Jede E-Mail bekommt dabei eine Aufgabe. Nicht sieben.
Wie eine solche Sequenz konkret aussehen kann, schauen wir uns gleich noch im Detail an.
Schritt 6: Verbinde die Technik
Erst jetzt wird aus deinen einzelnen Seiten ein Funnel. Du verbindest Formular, E-Mail-Liste, Bestätigungsprozess, Freebie-Auslieferung und Sequenz miteinander. Falls du direkt verkaufst, kommen Checkout, Kunden-Onboarding und möglicherweise eine echte Deadline dazu. Außerdem richtest du das Tracking für die wichtigsten Stationen ein.
Das ist nicht der glamouröse Teil. Aber wenn nach der Eintragung keine E-Mail kommt, ist die Farbe deines Buttons plötzlich ziemlich egal.
Schritt 7: Lauf selbst einmal komplett durch
Nimm eine zweite E-Mail-Adresse und geh durch deinen Funnel, als würdest du dich noch nicht kennen. Prüfe, ob die Bestätigungs-E-Mail ankommt, jeder Link funktioniert und das Freebie wirklich ausgeliefert wird. Schau außerdem nach, ob die richtige Sequenz startet und Käufer zuverlässig von Nicht-Käufern getrennt werden.
Wenn du ein Produkt verkaufst, testest du zusätzlich den Checkout – unbedingt auch auf dem Handy. Kontrolliere zum Schluss, ob die Zahlen erfasst werden, die du später auswerten möchtest.
Nutze dafür nach Möglichkeit zunächst den Testmodus deines Checkouts. Einen echten Kauf brauchst du nur, wenn du auch den vollständigen Zahlungsweg prüfen möchtest.
Schritt 8: Starte mit wenig Traffic
Nicht sofort Vollgas.
Schick zunächst eine überschaubare Anzahl Besucher durch deinen Funnel. So siehst du, ob technisch alles läuft, die E-Mails ankommen und die ersten Zahlen grundsätzlich plausibel aussehen. Erst danach erhöhst du deine Reichweite oder das Anzeigenbudget.
Dein Funnel muss beim Start nicht perfekt sein. Er muss funktionieren und dir zeigen, an welcher Stelle du als Nächstes sinnvoll verbessern kannst.
Damit steht der Weg. Ein Teil davon entscheidet aber besonders häufig darüber, ob aus einem neuen Kontakt irgendwann ein Kunde wird: deine E-Mails. Im Bauplan waren sie bisher nur einer von acht Schritten. Deshalb zoomen wir jetzt einmal hinein.
Die E-Mail-Sequenz im Detail: Welche E-Mail kommt wann?
Für das folgende Beispiel nehmen wir einen einfachen Freebie-Funnel. Direkt nach der Eintragung sieht dein neuer Kontakt auf der Danke-Seite ein kleines Angebot. Dieses Angebot ist sieben Tage lang verfügbar.
Damit müssen Freebie, E-Mails, Angebot und Deadline im selben Takt laufen. Die Sequenz darf nicht sieben Tage lang so tun, als gäbe es nichts zu kaufen, und dann am letzten Abend plötzlich mit einer Sirene um die Ecke kommen.

Am Tag 0 bekommt dein Interessent deshalb zuerst einmal das, was du versprochen hast: das Freebie. Sofort und ohne drei Absätze Vorgeschichte. Du kannst kurz erklären, wie er damit am besten startet. Das Einstiegsangebot darfst du bereits erwähnen, aber die Auslieferung bleibt die Hauptsache.
Am Tag 1 stellst du dich vor und erklärst, was deinen neuen Leser bei dir erwartet. Nicht deinen Lebenslauf seit der Grundschule. Sondern warum du genau bei diesem Problem helfen kannst und was er davon hat, wenn er bleibt.
An Tag 2 folgt ein kleiner Erfolg, den dein Leser sofort umsetzen kann. Diese E-Mail zeigt, dass es sich lohnt, deine Nachrichten zu öffnen. Gleichzeitig kannst du eine erste Brücke zu deinem Einstiegsangebot bauen, ohne schon den Verkaufslautsprecher herauszuholen.
An Tag 3 greifst du den Einwand auf, den du in Verkaufsgesprächen am häufigsten hörst. „Keine Zeit“, „zu teuer“, „funktioniert bei mir nicht“ – was auch immer bei deinem Angebot tatsächlich kommt. Bitte nichts erfinden, nur weil es in irgendeiner Funnel-Vorlage steht.
Erst danach rückt das Angebot stärker in den Mittelpunkt. An Tag 5 erklärst du, für wen es gedacht ist, welches Problem es löst und warum es der logische nächste Schritt nach dem Freebie ist. Dein Leser sieht es hier vielleicht nicht zum ersten Mal. Er versteht jetzt aber besser, warum es für ihn interessant sein könnte.
An Tag 6 lieferst du den Beweis: mit einem konkreten Ergebnis, einer Kundengeschichte oder einem Blick ins Produkt. Wenn du noch keine Kundengeschichte hast, musst du keine erfinden. Zeig stattdessen, wie du selbst vorgehst oder was dein Kunde mit dem Produkt konkret umsetzen kann.
Tag 7 gehört schließlich der Erinnerung. Die Frist läuft ab, also sagst du klar, was sich wann ändert – kurz, freundlich und ohne Weltuntergangsstimmung.
Wo die meisten E-Mail-Sequenzen kippen
Der kritische Punkt ist der Übergang vom hilfreichen Inhalt zum Angebot.
Wenn die ersten vier E-Mails nach netter Brieffreundschaft klingen und Nummer fünf plötzlich „JETZT KAUFEN!!!“ schreit, merkt dein Leser den Bruch sofort. Das Angebot wirkt dann wie etwas, das du bis zu diesem Moment vor ihm versteckt hast.
Die Lösung ist unspektakulär: Hör beim Verkaufen nicht auf, hilfreich zu sein. Du darfst das Angebot von Anfang an als möglichen nächsten Schritt erwähnen. Und auch eine Verkaufs-E-Mail darf eine gute E-Mail sein.
Dringlichkeit ohne Launch: So funktioniert eine Evergreen-Deadline
Jetzt fehlt noch der Grund, warum sich dein Interessent innerhalb dieser sieben Tage überhaupt entscheiden sollte.
Menschen schieben Entscheidungen auf. Nicht unbedingt, weil sie dein Angebot schlecht finden, sondern weil heute noch zwölf andere Dinge Aufmerksamkeit wollen. Aus „Kann ich jederzeit kaufen“ wird deshalb erstaunlich schnell „Mache ich irgendwann“.
Dringlichkeit gibt der Entscheidung einen konkreten Zeitpunkt. Dein Interessent wägt dadurch nicht nur ab, ob er dein Angebot möchte. Er bekommt auch einen Anlass, sich jetzt damit zu beschäftigen.
Das heißt nicht, dass du künstlich Druck machen sollst. Die Dringlichkeit muss zum Angebot passen und ehrlich sein.
Bei einem Launch endet das Angebot für alle zur selben Zeit. Bei einer Evergreen-Deadline beginnt das Zeitfenster für jeden Interessenten individuell. Trägt sich jemand am Dienstag ein, kann seine Frist am folgenden Dienstag enden. Eine andere Person startet denselben Ablauf vielleicht erst zwei Wochen später.
Interne und externe Dringlichkeit
Die interne Dringlichkeit bringt dein Interessent bereits mit. Sein Problem kostet ihn Zeit, Geld oder Nerven und er möchte etwas daran ändern.
Die externe Dringlichkeit kommt von dir. Das kann ein Bonus sein, der zu einem bestimmten Zeitpunkt wegfällt, ein endender Einführungspreis oder ein Angebot, das anschließend nicht mehr über diesen Funnel verfügbar ist.
Beides muss zusammenpassen. Eine Deadline erzeugt kein Interesse an einem Angebot, das vorher niemand wollte. Sie kann aber dafür sorgen, dass aus einem ehrlichen „Das sollte ich wirklich angehen“ tatsächlich eine Entscheidung wird.
Nicht jedes Evergreen-Angebot braucht dafür einen Countdown. Wenn du jedoch eine Frist ankündigst, muss sich danach wirklich etwas ändern.
Mein eigener „7 Tage drüber schlafen“-Countdown
Dieses Prinzip nutze ich nicht nur bei kleinen Einstiegsangeboten. Bei meinem großen Programm mache ich es so: Sobald eine Interessentin das Angebot im Funnel erhält, hat sie sieben Tage Zeit, in Ruhe darüber zu schlafen.
Entscheidet sie sich innerhalb dieses Zeitraums, bekommt sie 200 Euro Rabatt. Danach endet dieser Preis wirklich.
Der Countdown soll sie also nicht innerhalb von zehn Minuten zu einem Panikkauf treiben. Er gibt ihr genug Zeit, das Angebot zu prüfen, und setzt gleichzeitig einen klaren Schlusspunkt. Sonst liegt die Entscheidung womöglich noch drei Monate später in irgendeinem Browser-Tab.
Wie lang sollte das Zeitfenster sein?
Für ein kleines, leicht verständliches Angebot können drei bis sieben Tage ein guter Startpunkt sein. Bei einem teureren oder erklärungsbedürftigen Angebot ist möglicherweise ein längeres Zeitfenster sinnvoll.
Wichtiger als eine vermeintlich perfekte Zahl ist die Stimmigkeit: Dein Kunde braucht genug Zeit für eine vernünftige Entscheidung. Gleichzeitig müssen E-Mails, Verkaufsseite und Countdown dieselbe Frist zeigen.
Und dann gibt es noch diese Countdowns, die nach dem Neuladen der Seite plötzlich wieder bei vier Stunden beginnen.
Lass das.
Deine aufmerksamen Leser merken es. Und genau deren Vertrauen möchtest du vermutlich behalten.
Was ein Evergreen Funnel wirklich kostet
Jetzt reden wir über Geld.
Wie teuer dein Funnel wird, hängt stark davon ab, was bereits vorhanden ist und wie komfortabel du ihn aufbauen möchtest. Du kannst für fast jeden einzelnen Schritt ein Spezialtool buchen. Du musst es nur nicht.
Für einen einfachen Freebie-Funnel brauchst du zunächst eine Landingpage, ein E-Mail-Marketing-System und eine Möglichkeit, die wichtigsten Zahlen zu erfassen. Einen Checkout brauchst du erst, wenn du direkt im Funnel verkaufst. Ein zusätzliches Deadline-Tool wird erst relevant, wenn du mit einer persönlichen Frist arbeitest.
Meine Landingpages baue ich inzwischen mit der kostenlosen Version von Elementor. Wenn ich dafür individuellen HTML-Code brauche, lasse ich mir bei der Erstellung von KI helfen. Dadurch entstehen für den Pagebuilder keine zusätzlichen monatlichen Kosten.
Für mein E-Mail-Marketing nutze ich FunnelCockpit und zahle dafür aktuell 40 Euro im Monat.
Hinzu kommen je nach Aufbau deine ohnehin vorhandenen Kosten für Domain und Hosting. Sobald du Produkte direkt verkaufst, brauchst du außerdem einen Checkout und einen Zahlungsanbieter wie Stripe oder PayPal. Dabei können neben den Toolkosten auch Gebühren pro Zahlung entstehen.
Ich arbeite zum Beispiel mit Thrivecart (Kursplattform & Zahlungsanbieter) und habe das Tool damals im Lifetime Deal gekauft, für 495€.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: „Was kostet ein Evergreen Funnel?“ Sondern: „Welche Teile brauche ich für die Version, die ich jetzt gerade bauen möchte?“
Du kannst später immer noch ein komfortableres Tool, einen aufwendigeren Checkout oder eine persönliche Deadline ergänzen. Am Anfang sollte dein Setup vor allem zuverlässig funktionieren und so einfach sein, dass du es selbst verstehst.
Geht es auch ohne Werbebudget?
Ja. Es dauert meistens nur länger.
Ohne Anzeigen brauchst du regelmäßig Besucher über deinen Blog, Pinterest, einen Podcast, Kooperationen oder andere organische Quellen. Deine Website und deine E-Mail-Liste sind dabei besonders wertvoll, weil du dort nicht vollständig vom Algorithmus einer Plattform abhängst.
Ich würde mit den Reichweitenquellen anfangen, die du bereits hast. So lernst du, welche Themen, Formulierungen und Versprechen bei deinen Menschen tatsächlich funktionieren. Dieses Wissen macht spätere Anzeigen deutlich einfacher – und bewahrt dich davor, Geld auf einen Funnel zu schicken, der noch nicht einmal mit warmen Kontakten überzeugt.
Mein eigener Evergreen Funnel: Was passiert hier eigentlich gerade?
Hast du Lust, meinen Funnel zu hacken?
Dann klick auf meinen Funnel Starter Plan und beobachte einfach einmal, was danach passiert.
Keine Sorge, du musst nichts kaufen. Du kannst den Funnel an jeder Stelle wieder verlassen. Aber wenn du wissen möchtest, wie so ein System in echt aussieht, ist das vermutlich anschaulicher als jedes theoretische Schaubild.
Willkommen in Claudia Town
Nach dem Klick landest du auf der Landingpage meines Funnel Starter Plans. Dort siehst du, was dich erwartet, und kannst dich mit deiner E-Mail-Adresse eintragen.
Direkt danach landest du auf einer Seite, die dich bittet, deine Adresse zu bestätigen. Gleichzeitig macht sich die Bestätigungs-E-Mail auf den Weg zu dir. Erst wenn du auf den Link darin klickst, darf die eigentliche Sequenz starten.
Nach der Bestätigung geht es weiter auf meine Danke-Seite. Dort erkläre ich dir, wie du deinen Funnel Starter Plan bekommst, und zeige dir zusätzlich ein passendes Einstiegsangebot.
Das Freebie bekommst du in jedem Fall. Kaufst du auch das Einstiegsangebot, führt dein Weg über den Checkout und anschließend ins Kunden-Onboarding. Dort erhältst du alle Informationen, die du für den Start mit deinem Produkt brauchst. Kaufst du nicht, beginnt einfach meine Willkommenssequenz.
Auf der Checkout-Seite begegnet dir außerdem ein Order Bump – also ein kleines Produkt, das das Einstiegsangebot sinnvoll ergänzt.
Mehr verrate ich nicht. Schließlich sollst du Claudia Town auch noch selbst besichtigen.
Und woher kommen die Menschen am Anfang?
Du kannst diesen Funnel über den Link in diesem Artikel betreten. Auf dieselbe Landingpage schicke ich aber auch Menschen über Werbeanzeigen.
Dadurch kommt vorne eine planbare Anzahl neuer Interessenten hinein. Und an dieser Stelle wird aus dem hübschen Funnel-Schaubild eine Rechnung: Was kostet mich ein neuer Kontakt? Wie viele Kontakte kaufen das Einstiegsangebot? Und kann dieses Angebot einen Teil meiner Werbekosten auffangen?
Eine Beispielrechnung für Anzeigen
Nehmen wir an, du investierst 500 Euro in Anzeigen und zahlst durchschnittlich zwei Euro für einen bestätigten Kontakt. Dann landen 250 neue Kontakte in deinem Funnel.
Wenn 15 Prozent davon ein Mini-Produkt für 27 Euro kaufen, entspricht das rechnerisch 37,5 Käufen und einem Umsatz von 1.012,50 Euro.
Die halbe Bestellung liefert dir dein Checkout natürlich nicht. Die 37,5 sind ein statistischer Erwartungswert. In einem Monat können daraus 37 Käufe werden, im nächsten vielleicht 39.
Auch die Differenz von 512,50 Euro zwischen Umsatz und Werbebudget ist noch kein Gewinn. Zahlungsgebühren, Tools, Steuern und Rückerstattungen sind darin nicht berücksichtigt. Und vor allem: Die verwendeten Werte sind eine Modellrechnung, keine Garantie dafür, dass dein Funnel genau diese Ergebnisse erzielt.
Was das Beispiel trotzdem zeigt: Ein gut passendes Mini-Produkt kann einen Teil der Werbekosten auffangen, während gleichzeitig deine E-Mail-Liste wächst. Selbst wenn ein neuer Kontakt heute nur das Freebie herunterlädt, kann später noch ein passendes Hauptangebot daraus entstehen.
Läuft dein Evergreen Funnel gut? Diese Zahlen brauchst du wirklich
Du musst nicht jeden Morgen zwölf Dashboards öffnen. Aber du solltest erkennen können, an welcher Stelle Menschen deinen Funnel verlassen.
Betrachte ihn dafür wieder als Strecke. Am Eingang steht deine Reichweite: Wie viele Menschen sehen deinen Inhalt oder deine Anzeige und wie viele davon besuchen tatsächlich die Landingpage?
Auf der Landingpage interessiert dich, wie viele Besucher sich eintragen. Danach prüfst du, wie viele ihre E-Mail-Adresse bestätigen. Zwischen Eintragung und Bestätigung kann bereits ein erstaunlich großes Loch entstehen – zum Beispiel, wenn die Bestätigungs-E-Mail zu spät kommt oder im Spam landet.
In deiner Sequenz schaust du auf Öffnungen und vor allem auf Klicks. So erkennst du, ob deine E-Mails gelesen werden und ob der Übergang zum Angebot funktioniert.
Am Ende steht der Kauf. Wenn du Anzeigen schaltest, möchtest du zusätzlich wissen, was dich ein bestätigter Kontakt kostet und wie viel Umsatz durchschnittlich pro Kontakt entsteht.
Diese Zahlen erzählen zusammen eine Geschichte. Eine einzelne Conversion-Rate ohne Kontext tut das nicht.
Also gewöhnhe dich schon mal an den Gedanken, dass du deine Kennzahlen analysieren solltest.
Such nicht nach „dem Funnel-Fehler“
Geh die Strecke von vorne nach hinten durch.
Kommt kaum jemand auf deiner Landingpage an, schaust du dir zuerst die Reichweitenquelle und dein Versprechen an. Kommen Besucher, tragen sich aber nicht ein, prüfst du Landingpage und Freebie. Bestätigen viele ihre Adresse nicht, liegt das Problem wahrscheinlich im Bestätigungsprozess.
Öffnen deine Kontakte die E-Mails, klicken aber nicht, geht es um Inhalt und Übergang zum Angebot. Klicken sie auf die Verkaufsseite, kaufen jedoch nicht, schaust du dir Angebot, Preis und Verkaufsseite genauer an.
Ein Funnel ist selten überall gleichzeitig schlecht. Und wenn du erkennst, wo die größte Lücke liegt, musst du auch nicht jedes Mal das komplette System neu bauen.
Wann solltest du etwas verändern?
Kaputte Links und technische Fehler behebst du sofort.
Bei schwachen Conversion-Raten solltest du dagegen nicht nach fünf Besuchern alles umbauen. Sammle erst genügend Daten und verändere möglichst nur eine größere Sache auf einmal. Sonst weißt du hinterher zwar, dass das Ergebnis anders ist, aber nicht, welche deiner zwölf Änderungen dafür verantwortlich war.
Konkrete Benchmarks hängen stark von Traffic-Quelle, Zielgruppe, Angebot und Preis ab. Deshalb sind deine eigenen Zahlen nach einigen Wochen meistens hilfreicher als irgendeine Tabelle aus dem Internet.
Kurz zum Rechtlichen
Ich bin keine Anwältin. Deshalb bekommst du von mir an dieser Stelle keine Rechtsberatung, sondern nur einen Hinweis auf die Punkte, die du vor dem Start fachlich prüfen lassen solltest.
Dazu gehören unter anderem die Einwilligung und der Nachweis für deine Marketing-E-Mails, Datenschutzerklärung und Impressum sowie die korrekten Angaben beim Verkauf. Bei digitalen Produkten kommen Themen wie Widerrufsbelehrung und der vorzeitige Zugriff auf digitale Inhalte hinzu. Und wenn du mit einer Deadline arbeitest, muss diese Frist echt sein und darf sich nicht heimlich immer wieder zurücksetzen.
Gerade beim Double-Opt-in und beim Verkauf digitaler Produkte reicht „wird schon passen“ nicht. Lass deinen konkreten Ablauf einmal professionell prüfen. Danach kannst du ein sauberes System immer wieder verwenden.
Häufige Fragen zum Evergreen Funnel
Was ist ein Funnel einfach erklärt?
Ein Funnel ist der Weg, den ein Interessent vom ersten Kontakt mit dir bis zum Kauf geht. Auf Deutsch bedeutet „Funnel“ Trichter: Oben werden viele Menschen auf dich aufmerksam, ein Teil beschäftigt sich näher mit deinem Angebot und ein kleinerer Teil kauft am Ende. In der Praxis verläuft dieser Weg allerdings nicht immer so ordentlich, wie der Trichter vermuten lässt.
Was bedeutet Evergreen im Marketing?
Evergreen bedeutet „immergrün“. Gemeint sind Inhalte, Produkte oder Verkaufsprozesse, die nicht nur zu einem bestimmten Termin funktionieren. Ein Evergreen Funnel kann grundsätzlich jederzeit betreten werden und läuft anschließend zu großen Teilen automatisiert ab.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sales Funnel und einem Evergreen Funnel?
Ein Sales Funnel beschreibt allgemein den Verkaufsweg vom ersten Kontakt bis zum Kauf. Der Evergreen Funnel ist eine besondere Form davon: Er ist dauerhaft verfügbar und nicht an einen gemeinsamen Launch-Termin gebunden. Jeder Interessent beginnt den Ablauf zu seinem eigenen Zeitpunkt.
Welche Phasen hat ein Marketing Funnel?
Typischerweise beginnt ein Marketing Funnel mit der Aufmerksamkeit: Jemand erkennt ein Problem und wird auf dich aufmerksam. Danach beschäftigt er sich mit möglichen Lösungen, vergleicht Angebote und trifft schließlich eine Entscheidung. Nach dem Kauf ist der Weg nicht automatisch beendet. Betreuung, Kundenbindung und passende Folgeangebote gehören ebenfalls zu einer vollständigen Kundenreise.
Welche Arten von Funnels gibt es?
Zu den häufigsten Varianten gehören Freebie-Funnels, Mini-Produkt-Funnels, E-Mail-Funnels, Webinar-Funnels und Gesprächs-Funnels. Welche Variante zu deinem Angebot passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Erklärung und Vertrauen vor dem Kauf nötig sind und ob dein Kunde allein entscheiden kann oder ein persönliches Gespräch braucht.
Wie baue ich einen Sales Funnel auf?
Starte nicht mit der Technik, sondern mit einem Angebot, das sich bereits verkauft hat. Zeichne anschließend den Weg deiner Interessenten auf, erstelle nur die dafür notwendigen Inhalte und Seiten und schreibe deine E-Mails. Erst danach verbindest du alles technisch. Bevor echter Traffic auf den Funnel kommt, läufst du den vollständigen Weg selbst einmal durch.
Kann ich kostenlos einen Sales Funnel erstellen?
Zumindest fast. Eine Landingpage kannst du beispielsweise mit WordPress, der kostenlosen Elementor-Version und KI-unterstütztem HTML ohne zusätzliche Kosten für einen Pagebuilder erstellen. Für professionelles E-Mail-Marketing, deine Website und gegebenenfalls einen Checkout entstehen normalerweise trotzdem Kosten. Du kannst aber klein starten und kostenpflichtige Extras später ergänzen.
Was ist ein Funnel bei Social Media oder Instagram?
Instagram oder ein anderes soziales Netzwerk ist meistens nur der Eingang in deinen Funnel. Ein Beitrag, Reel oder eine Anzeige macht auf dich aufmerksam und führt zum nächsten Schritt – zum Beispiel zu einer Landingpage, einem Freebie, Webinar oder Kennenlerngespräch. Der Funnel ist also nicht dein Instagram-Profil allein, sondern der gesamte Weg dahinter.
Und jetzt du
Zurück zu deinem Wecker um 6:30 Uhr.
Das Katsching gibt es wirklich.
Es kommt nur nicht automatisch am ersten Wochenende nach dem Aufbau. Es kommt nach der Arbeit davor: nach einem Angebot, das sich bereits verkauft hat, einem Freebie, das zu diesem Angebot passt, und einem Testlauf, bei dem du feststellst, dass ausgerechnet deine Bestätigungs-E-Mail im Spam landet.
Und irgendwann piept dein Handy an einem ganz normalen Dienstag, während du gerade etwas völlig anderes machst.
Wenn du anfangen möchtest, fang klein an. Nimm ein Angebot, entwickle ein passendes Freebie, bau eine Landingpage und schreib eine überschaubare Willkommenssequenz. Dann läufst du einmal selbst durch den gesamten Weg und schickst die ersten echten Besucher hinein.
Der Rest kommt später.
Und jetzt du: Was ist gerade deine größte Herausforderung beim Funnel-Aufbau? Schreib es mir gerne in die Kommentare.


