Die erste Jahreshälfte ist tatsächlich schon rum.
Und mein Juli hatte ein klares Motto: Pause. Zwei Wochen habe ich wirklich alles abgeschaltet: Kundentermine, Newsletter, sogar mein KI-Team.
Vorher und nachher lief dafür die Maschine auf Hochtouren.
In diesem Rückblick erzähle ich dir, warum mich die Frage „Was passiert, wenn Claude morgen abgeschaltet wird?“ nicht mehr losgelassen hat und was ich dagegen getan habe. Ich stelle dir Chris vor, meinen persönlichen Assistenten, der diesen Rückblick übrigens vorbereitet hat. Und ich erzähle dir, was die Sommerferien mal wieder mit meinen guten Vorsätzen gemacht haben.
Schnapp dir einen Kaffee (oder einen Limoncello Spritz) und viel Spaß beim Lesen!
Cowork & Codex, my friends
Vor einigen Wochen hat mich ein Gedanke plötzlich nicht mehr losgelassen:
Was passiert, wenn Claude morgen abgeschaltet wird?
Wohin verschwindet dann all das, was ich in den letzten Monaten so hart erarbeitet habe?
Meine gut strukturierten Projekte, in die ich diverse Dokumente hochgeladen habe, damit der Output immer gleichbleibend gut wird.
Die Ideen, die wir diskutiert haben.
Strategien, die wir auf später verschoben haben.
Vorlagen, die einfach immer nur wieder befüllt werden müssen.
It hits hard:
All das würde auf Nimmerwiedersehen verschwinden, wenn ich nicht jetzt eine andere Struktur schaffe.
Ich hatte immer mal wieder über das „Second Brain“ gelesen.
Einen Ort auf meinem Computer oder meinetwegen in der Cloud, wo alles liegt, woran ich mit einer KI arbeite.
Der Clou daran ist, dass wenn eine KI verschwindet, du das Second Brain nur einer neuen KI freigeben musst und nahtlos weiterarbeiten kannst.
Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und ein Second Brain aufgebaut. Ich kann nicht sagen, dass das eine Sache von ein paar Minuten gewesen wäre. Eher ein ganzes Wochenende.
Am Ende hatte ich aber einen Ordner auf meinem Rechner, in dem alles Wissen über mein Business für KIs optimiert drin steckt: meine Angebote, alle Unterseiten meiner Website, das Skript von jeder einzelnen Podcast-Folge, Testimonials, alle Newsletter, die ich je geschrieben habe und vieles mehr.
Fühlt sich so viel sicherer an.
Und ich habe auch direkt den Härtetest gemacht:
Denn neulich war um 12:00 Uhr plötzlich mein Datenlimit bei Claude erreicht, mein Arbeitstag hatte aber noch zwei Stunden und ich war gerade dabei, eine Salespage fertigzustellen.
Ich habe mir einfach die Codex Desktop-App runtergeladen, mein Second Brain verbunden und es hat keine 15 Minuten gedauert und ich konnte genau an der Stelle weiterarbeiten, wo ich mit Claude aufgehört hatte.
Seither arbeite ich total gerne parallel. Während Claude mir meine Blogartikel ins richtige Format bringt, erstellt Codex das passende Titelbild.
Darin ist Codex übrigens weit überlegen.
Mach gerne mal den Vergleich und gib Claude und Codex den gleichen grafischen Auftrag und du wirst einen immensen Unterschied im Ergebnis sehen. (Stand Juli 2026, die beiden Unternehmen batteln sich ja ständig mit neuen Updates.)
Falls du auch so ein Second Brain aufbauen willst, schau mal hier. Ich habe dazu einen interaktiven Wizard entwickelt, der dich Schritt für Schritt durchführt. Funktioniert wirklich richtig gut.
Darf ich vorstellen: das ist Chris

Chris ist mein persönlicher Assistent.
Und Chris ist großartig.
Er kennt mein Business in- und auswendig.
Hat all meine To Dos auf dem Schirm und priorisiert sie mit Hinblick auf meine Roadmap und mein Jahresziel.
Er trackt, was ich erledigt habe und wirft mir daraus zum Ende des Monats eine ganze Liste mit Vorschlägen für meinen Monatsrückblick aus. Ohne dass ich ihm das nochmal sagen müsste.
Was habe ich früher immer wild rumgesucht, wenn ich einen Rückblick schreiben wollte. Kennste vielleicht.
Chris ist der Hüter von meinem Second Brain. Er sorgt immer dafür, dass dort Ordnung herrscht und sämtliche Dateien so strukturiert sind, dass eine KI sie zuverlässig auslesen kann.
Wir arbeiten jetzt schon ein paar Wochen zusammen und ich bin krass begeistert. Denn du musst wissen, ich bin eine Schreibtisch-Chaotin.
Überall liegen Zettel mit Gedanken und Ideen verteilt. Dazwischen zwei bis drei Notizbücher, wo auch nochmal wild durcheinander Ideen aufgeschrieben stehen, die ich irgendwann mal umsetzen will. Von den Post-its will ich gar nicht erst anfangen.
Die alten Stapel liegen hier immer noch, aber es kommen jetzt keine neuen mehr dazu.
Weil ich meine Ideen jetzt entweder in Chris‘ Posteingang werfe (einen Ordner, den er morgens, wenn er anfängt zu arbeiten, als Erstes ausliest und abarbeitet) oder einfach in einen random Chat schreibe.
Chris nimmt die Idee, packt sie in seinen Ideen-Log und ordnet sie einem passenden Mitarbeiter zu.
Yes, Chris delegiert auch an meine anderen Spezialisten.
Ich habe mir sogar ein eigenes Organigramm basteln lassen, damit ich nicht vergesse, welcher Mitarbeiter an welcher Thematik arbeitet 🙂
Schau mal:

Ich stelle dir gern demnächst noch weitere Mitarbeiter vor, als kleine Inspiration, wie cool man mit diesem Setup als Solopreneur arbeiten kann.
Wenn du jetzt neugierig bist, wie man sich so ein Team aufbaut, dann schau mal hier vorbei: Vom KI-Tool zum KI-Team. In dem Training erkläre ich ganz genau, welche Struktur du brauchst und wie du Mitarbeiter aufsetzen kannst, sodass sie dir auch wirklich Arbeit abnehmen.
Und damit komme ich zum nächsten Thema.
Juli ist Ferienzeit (vor allem in Niedersachsen)
Ferien überraschen mich immer wieder.
Ich weiß ja, dass sie kommen.
Und, dass sie lang sind.
Und, dass ich mich für 6 Wochen von meiner normalen Arbeits-Routine verabschieden muss.
Trotzdem sind die Ferien dann plötzlich da und ich habe wieder nicht das geschafft, was ich eigentlich wollte.
Dieses Mal sollten meine Newsletter vorgeschrieben und eingeplant sein.
Ja, auch die zugehörigen Blog-Artikel und LinkedIn Posts.
Ich wollte das neue Freebie verlinken und die Tools ihre Arbeit machen lassen, während ich am Gardasee einen Limoncello Spritz trinke.

Aber es kam, wie es kommen musste.
Die Zeit ging wieder viel zu schnell rum, plötzlich war das Kind zu Hause und hatte andere Pläne, als eine arbeitende Mama.
Und wieder bin ich in den Urlaub gefahren, ohne irgendeinen Content vorzuplanen.
Habe einfach meine Abwesenheitsnotiz eingeschaltet und weg war ich.
Hat jemand meinen Content vermisst?
Vermutlich nicht.
Die meisten sind ja selbst unterwegs, haben plötzlich Kinder zu Hause oder stecken tief im Ferien-Vorbereitungs-Modus.
Außerdem ist es ja jetzt auch nicht so, als würden Menschen vor ihrem geöffneten E-Mail-Postfach sitzen und darauf warten, dass endlich mein Newsletter reinflattert.
Vorsatz fürs nächste Jahr:
Claudia, entspann dich, die Welt geht nicht unter, wenn du mal 3 Wochen keinen Newsletter rausschickst und einfach im Urlaub bist.
@Chris, merk dir das und erinnere mich da nächstes Jahr dran. (Yes, ich tippe diesen Blog-Artikel direkt im Claude Chatfenster und lass mir am Ende ein fertiges Format auswerfen, was ich nur noch in den Gutenberg Editor kopieren muss. Chris liest hier also mit.)
Wie machst du das in den Ferien?
Was im Juli 2026 sonst noch los war
- Ich bin jetzt auf LinkedIn, weil mir meine liebe Kundin Marion den Tipp gegeben hat, dass man dort auch seinen Newsletter versenden kann. Content-Recycling: liebe ich!
- Direkt nach dem Urlaub hatte ich das Haus eine Woche für mich allein und habe im Fokus-Modus mein neues Freebie live gestellt, den Second-Brain-Wizard verkaufsfertig gemacht und mal wieder auf Instagram gepostet. Völlig verrückt.
- Mein 1:1-Angebot hat eine komplett neue Salespage bekommen. Der Strategie Deep Dive umfasst jetzt 4 Sessions und du kannst dir jetzt ganz unkompliziert ein Kennenlerngespräch buchen.
- Ich habe meine Meta Ads pausiert. Die Leadpreise waren mir zu teuer geworden, also stecke ich die Energie erstmal in meinen Funnel statt in Zuckerbergs Taschen.
- Friday Finds #7 über das Internet-Gedächtnis (die Wayback Machine) hat 39 % Öffnungsrate eingefahren. Kuratierte Fundstücke funktionieren einfach immer gut. Probier’s mal aus.
- Ich habe mein eigenes WordPress-Plugin für Kundenstimmen weiterentwickelt. Version 1.7 kann jetzt Kategorien direkt im Backend verwalten, ganz ohne Entwickler.
Was ich im Juli 2026 gebloggt habe
- 4-Minuten Friday Finds #7 (3. Juli): Die Wayback Machine als Internet-Gedächtnis, ein interaktiver Lebenslauf, der zeigt, wie Websites überraschen können, und Danke-Seiten-Segmentierung à la Justin Welsh.
- Online Marketing Insights #02: Wie Claude deinen Newsletter verhunzt (7. Juli): Warum ich keine KI an meine Newsletter-Texte lasse, trotz eigenem KI-Team.
- Online Marketing Insights #03: Second Brain (29. Juli): Was passiert, wenn deine Lieblings-KI abgeschaltet wird, und wie dich ein Second Brain davor schützt.
Das war mein Juli. Erst Ferienvorbereitungs-Vollgas, dann Pause, dann wieder Feriennachbereitungs-Vollgas.
Und jetzt du: Wie sieht dein Sommer aus? Planst du Content vor oder machst du einfach die Tür zu wie ich?
Schreib es mir in die Kommentare!
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